desertrat77
30 October 2010 @ 05:59 pm
Unser vorletzter Tag in der Karibik...und wir haben genau NIX gemacht. Ausser faul am Strand liegen, lesen und auf den heute beeindruckend grossen Wellen bodysurfen. :-)
 
 
Current Location: St. Martin, West Indies
 
 
desertrat77
29 October 2010 @ 06:46 pm
Ein Tag - 2 Laender! Heute haben wir uns wieder einmal ein Leihauto genommen und sind eine Runde um die Insel gefahren. In knapp 2 Stunden ist man rundherum...und so haben wir uns den suedlichen, niederlaendischen Teil gespart und haben uns dafuer viel Zeit fuer den Norden genommen - fuer einen kleinen Einkaufsbummel in Marigot, dem stark an die Cote d'Azur angelehnten Luxus-Shoppingzentrum des franzoesischen Inselteils; entsprechend viel haben wir natuerlich gekauft.....fuer eine Breitling-Uhr reicht das Urlaubsbudget einfach nicht .-)

Den Mittag haben wir an einem wunderschoenen kleinen Strand verbracht, der neben ein paar Einheimischen nur eine kleine Grillbude zierte - ein absoluter Geheimtipp, dem wir fast nicht gefolgt waeren, weil mir der Rastafari-Besitzer und seine Kumpels, die oberhalb des Strandes zum Besuch einluden, irgendwie dubios vorkamen...

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit eine besonders spannenden Taetigkeit: dem Besuch der Sunset Bar in Mullet Bay. Diese ist nun weder wegen des tollen Sonnenunterganges, noch wegen des weissen Sandstrandes beruehmt - auf der Menuetafel finden sich auch keineswegs feinste erlesene franzoesische Weine - sondern der Flugplan des Princess Juliana Airports, des internationalen Flughafens von St. Martin. Und warum das?? Ganz einfach: der Strand bildet genau die Flughafeneinflugschneise, nach dem schmalen Sandstreifen beginnt die Rollbahn. Man kann startende und landende Flugzeuge ganz nahe sehen. GANZ nahe. Flugzeugfans aus aller Welt kommen hier her zum Flugzeug-Watching. Die meisten sehen wohl nicht einmal den Strand, sondern verbringen ihren gesamten Urlaub in der kleinen Bar ;-)

Den Abend haben wir dann ganz geruhsam in Grand-Case, der Gourmet-Bucht der Insel, ausklingen lassen. Ein Gourmet-Restaurant reiht sich hier an das andere, die Entscheidung faellt schwer!
 
 
Current Location: St. Martin, West Indies
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desertrat77
28 October 2010 @ 06:39 pm
Was fuer eine Veraenderung - heute frueh noch zu den Geraeuschen des Urwalds aufgewacht und heute nachmittag Coktail am beruehmten Orient Bay in St. Martin geschluerft! ;-)

Dazwischen lag ein spannender Start von der kuerzesten Landebahn der Welt auf Saba (das Flugzeug startet eigentlich nicht - es rast in Hoellentempo auf die Klippen zu, faellt runter und faengt sich dann im Fall...) und eine Taxifahrt quer ueber St. Martin bzw. St. Maarten. Die Insel ist zweigeteilt: waehrend der niederlaendische Teil der Insel, St. Maarten, von Casinos, Stripclubs und Shoppingtempeln dominiert wird ist der franzoesische Teil, St. Martin, ein einziges Gourmetrestaurant. Ist es noetig dazuzusagen, dass wir uns natuerlich im franzoesischen Teil einquartiert haben? Orient Bay ist ein karibischer Traum - schneeweisser Sand mit Kokospalmen und tuekisblauem Meer. Allerdings, anders als in Nevis, wo wir diesen Strand ganz allein nutzen konnten, gibt es hier am Orient Beach eine Art "Hotelsiedlung". Keine Betonpalaeste, darauf wird hier genau geachtet - schaut man vom Strand zurueck, so sieht man nur gruen. Aber dennoch reihen sich die kleinen Hotels hier aneinander wie ein kleines Dorf. Unser Hotel ist in marokkanischem Stil gebaut und erst kuerzlich renoviert worden - wie alle Hotels bis jetzt war es eine gute Wahl! Im Zimmer wird man von orientalischen Dueften aus der Duftlampe begruesst und im Badezimmer warten - wie franzoesisch! - Produkte von Fragonard. ;-)

Hier werden wir also noch, mit ein wenig Luxus, die letzten Tage unserer Reise geniessen. Morgen werden wir uns per Leihauto noch die Insel anschauen und dann gibt es nur noch Sonne, Sand und Meer! :-)

P.S.: bitte um Verzeihung fuer eventuelle Tippfehler, ich schreibe auf einer franzoesischen Tastatur. Ich koennte Haufenweise Accents anbieten: èéçàù......aber ein gewoehlicher Punkt braucht akrobatische Fingeruebungen!!!


 
 
Current Mood: gratefulgrateful
 
 
desertrat77
26 October 2010 @ 03:42 pm
Sobald ich ruhig sitze/ stehe/ liege, schwappen die Wellen hin und her :-)

Zwei wunderschoene letzte Tauchgaenge haben den Tauchteil unseres Urlaubes abgeschlossen. Die vielen Farben und Formen des Korallenriffs sind unbeschreiblich! Und als i-Tuepfelchen haben wir auch wieder einen schlafenden Ammenhai gesehen :-)
Dank schwerer Drogen hat sich meine Seekrankheit in ertraeglichen Bahnen bewegt. Hurra.

Morgen ist unser letzter Tag in Saba, uebermorgen geht es wieder zurueck nach St. Martin. Schade, dass wir diese paradiesische Insel schon verlassen muessen. Heute gibts noch einen gemuetlichen Nachmittag in Windwardside, der Hauptstadt von Saba. "Stadt" ist natuerlich angesichts des kleinen Doerfchens aus schneeweissen Haeusern etwas uebertrieben. Hier kennt wirklich jeder jeden. Der nette Nebeneffekt: die Kriminalitaetsrate auf Saba ist gleich null. Niemand sperrt etwas ab, und jeder hat jederzeit Zeit zum plauschen. Auch wenn es mitten auf der Strasse ist. Da bleiben 2 Autos einfach stehen, kurbeln die Scheibe runter und plauschen. Dahinter hupt keiner, ist doch klar, man muss doch Beziehungen pflegen! :-)

Damit zum letzten mal viele liebe Gruesse aus unserem kleinen Tropenparadies, ich werde versuchen, auch noch aus St. Martin zu schreiben, falls wir dort Internet haben. Falls nicht - in einer knappen Woche sind wir ja schon wieder zurueck! ;-)
 
 
 
 
desertrat77
25 October 2010 @ 02:30 pm
Endlich ist es so weit: TAUCHEN! Saba wird zu den 10 besten Tauchgebieten der Welt gerechnet, und mittlerweile wissen wir, dass das wahr ist. Bilanz von 4 Tauchgaengen: ein Ammenhai, ein Schwarzspitzen-Riffhai, 2 Stachelrochen, eine Schildkroete, haufenweise riesige Korbschwaemme, Barrakudas, Trompetenfische, riesige Hummer...und das ganze in 28C warmem Wasser. Was kann man mehr wollen?

Tja, in meinem Fall vielleicht einen staerkeren Magen...die gestrigen Tauchgaenge waren spitze, nur dazwischen musste ich leider die karibischen Fische fuettern. Die rauhe See und mein Magen vertragen sich nunmal nicht :-( Sobald ich allerdings im Wasser bin, ist alles wieder gut :-)
Heute bin ich mit den staerksten Anti-Seekrankheits-Tabletten gedopt, die ich habe und die Irrsinns-Uebelkeit ist zu einer ertraeglichen Magenflauheit geworden. Zu viel Info, denke ich, ich glaube ihr wolltet das gar ncht so genau wissen ;-)
Auf jeden Fall konnte ich - den Medikamenten sei Dank- den Tieftauchgang auf 40m ganz problemlos durchstehen. Unglaublich: man taucht ab einfach ins Blau...erst 10 Minuten spaeter taucht schemehaft ein Riff auf...und erst auf 30m Tiefe hat man wieder "Boden unter den Flossen". Eine phantastische Erfahrung.

Morgen folgt noch ein weitere Tauchtag und Mittwoch ist schon unser letzter Tag auf Saba...am Donnerstag geht es dann weiter nach St. Martin. Eintraege wird es ja nach Internet-Verfuegbarkeit geben ;-)
 
 
Current Mood: happyhappy
 
 
desertrat77
25 October 2010 @ 02:18 pm
Tja, meine lieben Leserleins und -innen ;-)

lange Funkstille...es soll tatsaechlich noch Ort auf der Welt ohne Internet geben...wir sind allerdings NICHT dort. Nur wohnen wir jetzt in der Ecolodge von Saba und dort gibt es keinen Strom und daher auch keinen Computer. Was es aber gibt ist viiiiiiieeeel Regenwald rundherum, Ruhe und eine herrliche heisse Wanne auf der Terrasse unserer kleinen Holzhuette auf Stelzen. Sehr romantisch, das! ;-) (und notwendig, denn auch die Dusche ist solargewaermt, d.h. man hat abends nur die Wahl zwischen kalt und SEHR kalt)

Was gibt es nun alles zu erzaehlen? Nun, nach einem ueberraschend einfachen und unkomplizierten 10-Minuten-Flug sind wir auf der kuerzesten Landebahn der Welt gelandet (siehe Photo). Saba ist noch ein bisschen kleiner als St. Eustatius. Was uns aber dort erwartet hat, haetten wir uns nicht traeumen lassen: bliztsaubere kleine, weiss gestrichen Haeuschen mit rotem Dach und gruenen Fesnterlaeden und Tueren. Und zwar JEDES Haus. Saba ist ein hollaendisches Dorf in der Karabik! Man koennte jedes einzelne Haus photographieren, so zuckersuess sind sie (siehe 2. Photo).

Die Ecolodge ist wunderschoen, mitten im Regenwald, mit pottoresken, liebevoll eingerichteten kleinen Cottages und einem tollen Restaurant, der Koch ist etwa in unserem Alter und somit ist immer fuer Unterhaltung gesorgt.

An unserem ersten Tag haben wir den hoechsten Berg der Niederlande bestiegen - Mount Scenery auf Saba. Ein zweistuendiger Aufstieg fuehrt einen durch mehrer Stufen von Bergregenwald, die letzte halbe Stunde sogar ducrh den beruehmten "Elvin forest", Elfen- oder Nebelwald genannt. Die Baeume sind dort ueber und ueber bewachsen, Moose haengen in langen Vorhaengen herunter - der Wald wirkt wie verzaubert...

Der An- und Abstieg ist enorm steil und so hatten wir ganz schoen Knie- und Oberschenkelflattern nachher ;-) Allerdings ist der Weg, wie alles auf Saba, huebsch udn ordentlich - ueber 1000 Stufen fuehren von Windwardside hinauf zum Gipfel. Ein wenig wie der Inka Trail in Peru...





 
 
 
 
desertrat77
21 October 2010 @ 09:22 pm
Bis zum Tanz kam es dann hitzebedingt doch nicht...aber eine lange Wanderung fuehrte uns heute in den Krater des erloschenen Vulkanes von St. Eustatius. Der Vulkan ist aussen und innen Regenwald-bewachsen, das Schutzegebiet ist aeusserst sehenswert. Karibische Leguane, harmlose Schlangen und tausende von Anolis und Land-Einsiedlerkrebsen bewohnen die Flanken des Berges. Vor allem die Einsiedlerkrebse sind unterhaltsam: von ganz klein bis zu einer stattlichen Faustgroesse klettern die Tiere geschaeftig mit ihren Schnecken-Haeusern am Ruecken herum. Das Problem: wenn sich ein Krebs unsicher fuehlt, zieht er sich in sein Haus zurueck. Auf einer steilen Bergflanke. Richtig geraten: staendig rollen Krebse vor einem und hinter einem ueber den Weg ;-)

Nachmittags, mit den letzten Tropfen Wasser in unseren Flaschen, machten wir dann noch einen Abstecher in das historische Museum von Statia, wo neben Artifakten aus der Kolonialzeit auch Ausgrabungen der Urbewohner der Insel, die wahrscheinlich um die Zeitenwende aus Venezuela eingewandert sind, gezeigt werden. St. Eustatius ist archaeologisch reichhaltig, es wird nahezu staendig gegraben.

Schliesslich verbrachten wir den Rest des Nachmittags am Strand und unter Wasser, direkt am Ufer gibt es die Ueberreste eines ehemaligen Saumriffes zu sehen. Ob Klimaaenderungen oder die um St. Eustatis starke Schiffahrt (die Insel ist vor allem als Umschlagplatz fuer Tanker wichtig) das Ende des Riffes eingelaeutet haben, ist nicht erkenntlich, allerdings dominieren jetzt Schwaemme und riesige, langstachelige Seeigel. Allerdings sind immer noch viele bunte Fische zu sehen - auf der anderen Seite ist Statia ja beruehmt fuer seine tropische Riffvielfalt!
 
 
Current Mood: tiredtired
 
 
desertrat77
20 October 2010 @ 09:01 pm
Der heutige Tag begann, langsam gewoehnen wir uns schon daran, wenig paradiesisch: beim letzten Fruehstueck auf Nisbet war die Welt noch in Ordnung...und dann kamen wir auf den Flughafen. Uebergepaeck. Eigentlich unsere eigene Schuld, wir haben zwar die Gepaecklimitierung der Air France gelesen, nicht aber die der WinAir. Wer glaubt chon, dass eine lokale Fluggesellschaft im Sueden sooo streng ist? In Nicaragua kann man doch sogar mit Huhn unterm Arm fliegen! Nicht so in der Karibik....
Also: beide Taschen zu schwer, aber wenn wir es schaffen, nur eine zu schwer zu bekommen, dann zahlen wir nur einmal. Nette Idee der Dame am Schalter, aber wie tut man das mitten am Flughafen? Nun, einfach Taschen auspacken, hin- und herstopfen, Bergschuhe anziehen und schon zahlen wir nur einmal. Hurra! Dachten wir. Denn dann kam die Securitykontrolle. Die Dame dort sieht eine elektronisches Geraet in meiner Tasche. Dort sind aber nur Buecher. Also packt sie einfach meine ganze Tasche aus. Und findet - nichts. Ganz kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie nur neugierig war, was ich in meiner Monstertasche alles herumschleppe. Und wiedermal erreichen wir das Flugzeug im Dauerlauf. Ich entwickle boesartige Hitzewallungen. Auf St. Martin haben wir dafuer wieder massenhaft Zeit, 3 Stunden bis zum Weiterflug nach St. Eustatia. Kurz gibt es noch Probleme mit unserem - in Nevis handgeschriebenen - Ticket und dann sitzen wir schon wieder im Flugzeug. Und unsere Taschen auch. Was fuer eine Freude.

St. Eustatia ist nicht unbedingt eine grosse Insel. Ein erloschener Vulkan, eine kleine Stadt, 1400 Bewohner im Ganzen. 3 Minuten Taxifahrt vom Flughafen zu unserem Hotel. Das Old Gin House ist eine ehemalige Gin-Distillerie, liebevoll in ein Strandhotel umgewandelt. Leider wurde ein Teil des Hotels vom letzten Hurricaine beschaedigt, daher gibt es momentan keinen Pool, kein Restaurant und auch die Strandfront hat schon bessere Zeiten gesehen. Macht aber nichts, seinen Charme verliert das Hotel nicht und der Umstand, dass man uns gratis von einem normalen Zimmer in eine Suite direkt am Meer umgebucht hat stimmt und auch gleich noch ein bisschen froehlicher. Gemeinsam mit dem Erdbeersekt, der gemeinsam mit Glueckwuenschen auf uns im Zimmer wartet :-)

Am Nachmittag erkunden wir die Sehenswuerdigkeiten der Insel - alle in Gehdistanz: das alte hollaendische Fort (zuckersuess klein in niederlaendischem Stil!), das Museum, die Kirche und viele huebsche Haeuser. Die Zugehoerigkeit zu den Niederlanden ist an jeder Ecke zu sehen: wunderhuebsch renovierte Haeuser und bliztsauber praesentiert sich St. Eustatius.



 
 
 
 
desertrat77
19 October 2010 @ 10:08 pm
Der Plan fuer den heutigen Tag: die Insel Nevis umrunden. Das Verkehrsmittel: ein Leihauto. Die Herausforderung: die einzige asphaltierte Strasse der Insel, im Rundkurs. Das Ziel: alle sehenswerten Plaetze der Insel kennenlernen.

Fazit: Nevis ist klein (in einem halben Tag hat man die ganze Insel umrundet), extrem sehenswert (Regenwald, schoene alte Haeuser, traumhafte Straende....und vieles mehr) und die Menschen sind unglaublich freundlich. Ach ja, und: wir haben wirklich das schoenste Hotel der ganzen Insel gewaehlt. :-)

Und was gibt es nun zu sehen auf Nevis? Einmal waere da das National Hertiage Village, eine Art Museumsdorf, das die Geschichte von Nevis von den Ureinwohnern bis hin zur Sklaverei erzaehlt. The Hermitage ist eine Plantage aehnlich der Nisbet Plantation, die heute in ein Hotel umgewandelt wurde. Ein sehenswertes Haus, sehr friedlich gelegen - nur leider ohne direkten Meerzugang. Die Hauptstadt von Nevis, Charlestown, verfuegt ueber mehrere Museen - da waere einerseits einmal das Horatio Nelson Museum (das die Geschichte des beruehmten Admiral Nelson erzaehlt, der die aus Nevis kommende Fanny Nisbet geheiratet hat), dann waere das Alexander Hamilton Museum, das dem beruehmten Gruendervater der USA gewidmet ist, erwaehnenswert und nicht zuletzt die Thermalquellen der Insel, die gerade erst renoviert werden, damit hier spaeter einmal ein richtiges Thermalbad entsteht. Charlestown ist eine wunderhuebsche kleine Stadt voll von historischen Gebaeuden.

Den Rest des Tages verbrachten wir schliesslich noch einmal auf "unserem" Strand - immerhin ist das unser letzter Tag hier. Zeit wird es, allen netten Leuten hier auf Wiedersehen zu sagen. Und das ist gar nicht so leicht, denn derer gibt es viele: Violet, die sich um das Fruehstueck kuemmert und einen jeden morgen mit einem Lachen und ihrem lustigen Kichern empfaengt; Roselyn, die das Abendessen serviert und dabei immer gerne plauscht; und nicht zu vergessen Patterson, der wuerdevollste und zugleich netteste Oberkellner der ganzen Karibik ;-)
Die Nisbet Plantation bekommt von uns 100 Punkte, ein wundervolles Hotel, das seine kuerzlich verliehenen Auszeichnungen vollends verdient!


 
 
Current Location: Nevis, West Indies
Current Mood: sadsad
 
 
desertrat77
18 October 2010 @ 08:59 pm
St. Kitts, oder auch St. Christopher, so der originale Name, ist die zweite Insel des "Doppelgespann-Staates" St. Kitts & Nevis. Eine Faehre verbindet die beiden Inseln, und genau diese haben wir heute genommen, um auch St. Kitts kennenzulernen. Als Fahrer und Guide hatten wir ein wandelndes Woerterbuch - als Fahrer, Fremdenfuehrer, Hobbybiologe und vieles mehr hatten wir den perfekten Guide gefunden ;-)
Und so besichtigten wir die zahlreichen Sehenswuerdigkeiten der Insel: ehemalige Zuckermuehlen, eine Eisenbahn, die zum Zweck des Zuckertransportes gebaut wurde, zahlreiche Kirchen aus dem 18. Jhd. sowie das grosse Fort von St. Kitts - Brimstone Fort. Von diesem Fort aus wurde fast die gesamte Karibik kolonialisiert. Heftig umkaempfte zwischen Briten und Franzosen, die sich mehr als 100 Jahre um die Vorherrschaft auf der Insel stritten, steht es noch heute maechtig auf einem Huegel aus erkalteter Lava vom erloschenen Volkan der Insel. Wir besichtigten ein sehr schoenes historisches Haus, in dem heute lokale Baumwollstoffe gebatikt werden - ein Handwerk, das bereits die Vorfahren der heutigen Inselbewohner, afrikanische Sklaven, mitgebracht haben und das in der Karibik perfektioniert wurde.

Das moderne St. Kitts zeigt eine ganz andere Seite - zahlreiche Schulen und Universitaeten, unter anderem mehrere Medical Schools und eine grosse Verterinaeruniversitaet, locken heute Studenten aus aller Welt an und gewaehrleisten, dass Studienabgaenger aus St. Kitts und Nevis weltweit gefragt sind. Auch auf Nevis gibt es ein College, v.a. Medizin ist ein beliebtes Fach. Generell legen die beiden Inseln grossen Wert auf die schulische Ausbildung - flaechendeckend gehen alle Kinder zur Schule, es gibt staatliche und private Schulen, so erzaehlt uns der Hotelmanager unseres Hotels. Das Hotel engagiert sich selbst sehr fuer eine lokale Schule, in der die Schwester einer Angestellten Direktorin ist. Ueberhaupt stellt sich unser Hotel als vorbildlich in mehrere Richtungen heraus: es hat bereits Umwelt- und Sozialauszeichnungen erhalten. In ganz Nevis begegnen uns zukunftsweisende Projekte: es gibt eine Windkraftanlage und eine Erdwaerme-Anlage ist gerade in Bau.

Um den Tag abzurunden, habe ich heute noch eine grandiose Kokosoel-Massage genossen und ausserdem ein grosses Glas Rumpunsch, das ich auch schon gewaltig im Kopf spuere, weshalb ich jetzt schliessen werde ;-)
 
 
Current Location: Nevis, West Indies
Current Mood: chipperchipper